Panikattacken, Phobien


Angststörungen, Zwangsstörungen


Depressionen, Psychosomatik


Psychotherapie (Verhaltenstherapie)


Dr. Hans Morschitzky


Klinischer Psychologe, Psychotherapeut

Verhaltenstherapie, Systemische Familientherapie


A-4040 Linz, Hauptstraße 77


Tel.:  0043 732 778601

E-Mail:   morschitzky@aon.at


Terminvereinbarung:


Mo.-Fr. 17:00-17:30 telefonisch (zu anderen Zeiten Anrufbeantworter)


Besuchen Sie auch meine Homepage www.panikattacken.at


Dort erhalten Sie umfangreiche Informationen zu vielen psychischen Störungen und Selbsthilfe-Anleitungen zur eigenständigen Bewältigung von Angststörungen (Panikstörung, Generalisierter Angststörung, Agoraphobie, Sozialer Phobie und zahlreichen Spezifischen Phobien), Zwangsstörungen und Somatoformen Störungen.


Nutzen Sie zu Ihrer Information auch meine zahlreichen Videos und PowerPoint-Präsentationen auf www.youtube.com, indem Sie dort meinen Namen eingeben. Hier ein oft aufgerufenes YouTube-Video über Panikattacken aus früheren Jahren.


Meine Praxis

Meine Praxis befindet sich in Linz, Stadtteil Urfahr, Hauptstraße 77, 1. Stock. Sie können eintreten, ohne beim Hauseingang oder der Praxistür läuten zu müssen.

Wenn Sie mit dem Auto kommen: Vor dem Haus befinden sich Kurzparkzonen (€ 1,00 pro halbe Stunde), in der Tiefgarage des nahen Einkaufszentrums Lentia City können Sie zwei Stunden kostenlos parken.

Wenn Sie mit öffentlichen Verkehrsmitteln kommen: Vom Bahnhof bzw. Zentrum fahren Sie mit der Straßenbahnlinie 3 oder 4 bis zur Haltestelle "Biegung" (2. Station nach der Donau-Überquerung) in die Hauptstraße, dann sind es nur mehr wenige Gehminuten bis zu meiner Praxis auf der linken Seite der Hauptstraße. 

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Behandlungsschwerpunkte

Ich habe mich spezialisiert auf die Behandlung von Menschen mit folgenden Störungen: Panikstörung, Generalisierte Angststörung, Agoraphobie (Platzangst), Soziale Phobie, Spezifische Phobien, Prüfungsangst, Hypochondrie, Zwangsstörungen, Somatoforme Störungen, psychosomatische Störungen, depressive Störungen, Burnout, Depersonalisationsstörung, Belastungsreaktionen. 

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Telefonische Terminvereinbarung: 
Mo.- Fr. 17:00-17:30 unter +43 732 778601. 
Therapiezeiten: Mo.-Fr., je nach Bedarf.
Dauer einer Therapiesitzung: 50 Minuten. Sitzungsabstände: 1-3 Wochen.
Doppelstunden sind auf Wunsch möglich
Stundentarif/Psychotherapie:  € 130,00
Stundentarif/Coaching: € 130,00 + 20 % MWSt
Kassenleistungen: Die Österreichische Gesundheitskasse (ÖGK) gewährt einen Kostenzuschuss von € 33,70 pro Stunde, kleinere Kassen zahlen mehr. 

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Über mich

Impressum

Dr. Hans Morschitzky

A-4040 Linz, Hauptstraße 77

Tel.: +43 732 778601

E-Mail: morschitzky@aon.at


Meine Praxis befindet sich im 1. Stock: über der Hauseinfahrt und über dem Fachinstitut für Hautgesundheit - Tamara Möstl. Im Innenhof ist die Startup-Fahrschule Doppler.


Das Wichtigste zu meiner Person und Methode:

Geb. 1952 in Niederösterreich, wohnhaft in Linz, in den 1970er-Jahren Studium der Psychologie mit Nebenfach Psychopathologie/Psychiatrie in Salzburg, Klinischer Psychologe und Psychotherapeut seit 1991 (in Deutschland "Psychologischer Psychotherapeut" genannt), Ausbildung in Verhaltenstherapie und Systemischer Familientherapie.

Ich vertrete eine integrative Psychotherapie auf der Basis der Verhaltenstherapie unter Berücksichtigung systemischer, tiefenpsychologischer und humanistischer Konzepte sowie unter Einbeziehung relevanter klinisch-psychologischer und medizinischer Erkenntnisse.

Anfangs bevorzuge ich eine problemfokussierte und lösungsorientierte Kurzzeitherapie, bevor im Bedarfsfall im Rahmen einer längerdauernden Psychotherapie die tieferen Hintergründe bearbeitet werden.

Nach mehrjähriger Tätigkeit beim Arbeitsamt in der Berufsberatung war ich von 1983 bis zu meinem Ruhestand als Beamter des Landes Oberösterreich im Jahr 2014 tätig in der Nervenklinik in Linz (nunmehr Neuromed Campus) in den Abteilungen Jugendpsychiatrie, Erwachsenenpsychiatrie und Psychosomatik (zuerst auf der Station und dann auf der Tagesklinik). Seit 1987 habe ich eine eigene Praxis in Linz.

Seit 1998 habe ich 17 Bücher bei verschiedenen Verlagen veröffentlicht, im Laufe der Zeit jedoch nur mehr Ratgeber mit Selbsthilfeprogrammen beim deutschen Patmos-Verlag, fast ausschließlich zum Themenbereich Angststörungen. Weitere Bücher sind nicht geplant.


Sechs Strategien (Tools) bei Panikattacken (erstellt für ein ORF-Interview am 20.1.2026):


1. Kräftige Bewegung


Bewegen Sie sich kräftig, um den heftigen Adrenalinstoß abzubauen. So wirken Sie auf das übersteuerte, körperlich aktivierende sympathische Nervensystem ein. Eine Panikattacke besteht in einer massiven körperlichen Aktivierung bei gleichzeitiger Handlungsblockade. Die vom Mandelkern (Amygdala) im Mittelhirn ausgelöste Kampf-Flucht-Reaktion bewirkt als Erstreaktion eine starke körperliche und geistige Anspannung ohne Aktivität, die der Orientierung dient, sodass der Körper wie vor Schreck erstarrt („eingefroren“) wirkt. Bei akuter Gefahr ist diese automatische, biologisch gesteuerte körperliche Reaktion lebensrettend (zuerst blitzschnell orientieren und dann rasch handeln), bei einem vorschnellen, falschen Alarm (Fehlalarm) ohne Aktivierung kommt es zu einer massiven Anspannung. Übrigens: Viele Panikattacken sind Nach-Stress-Reaktionen nach längerer Belastungsphase und treten in Ruhe- und Entspannungsphasen auf, ähnlich wie Krankheiten im Urlaub ("Leisure-Sickness" - Freizeitkrankheit genannt). Chronischer Stress führt zur Überaktivierung des vegetativen Nervensystems. Das Immunsystem wird durch den kontinuierlichen Einfluss der Stresshormone Adranalin und Cortisol geschwächt, sodass die spätere Entspannung durch den Parasympathikus zahlreiche Symptome wie Erschöpfung, Magenbeschwerden, Erkältung, Fieber, Kopfschmerzen oder grippeartige Zustände bewirkt. 


2. Beruhigende Atmung


Atmen Sie vor und nach Panikattacken pro Minute nur sechsmal langsam durch die Nase ein und noch langsamer durch den Mund bei leicht geschlossenen Lippen aus, um Ihr Nervensystem zu beruhigen. Atmen Sie dabei mindestens doppelt so lange aus wie ein und achten Sie dabei auf eine gute Zwerchfellatmung („Bauchatmung“) anstelle einer übermäßigen Brustatmung, die durch die Einatmung durch den Mund unnötig verstärkt wird. Koppeln Sie Atmung und Bewegung, indem Sie bei jeder (rhythmischen) Bewegung aus- statt einatmen. So aktivieren Sie das beruhigende und entspannende parasympathische (vagotone) Nervensystem.


3. Hilfreiche Aufmerksamkeitslenkung


Lenken Sie in der Akutphase Ihrer Angst und Panik Ihre ganze Aufmerksamkeit auf die Umgebung, auf das, was Sie sehen und hören, und nicht ständig auf Ihren Körper. Nicht die starken Symptome an sich, sondern erst deren Bewertung als lebensbedrohlich schaukelt sie zu einer heftigen Panikattacke auf ("Teufelskreis der Angst" genannt). Zur weiteren Bewältigung von Panikattacken sollten Sie später lernen, Ihren Körper und Ihre momentane innere Befindlichkeit ganz bewusst „achtsam“ bei geschlossenen Augen wahrzunehmen, ohne die jeweiligen Symptome angstmachend zu bewerten und ohne sie ständig zu unterdrücken oder zu bekämpfen. Eine derartige „Achtsamkeitstherapie“ ist langfristig die erfolgreichste Form der Bewältigung von Panikattacken, weil Sie den ständigen kräfteraubenden Kampf dagegen aufgeben. Bester Tipp: Lassen Sie Panikattacken wie eine Welle kommen und von allein wieder gehen, ohne aus Angst davor ständig dagegen anzukämpfen, ähnlich wie bei Meereswellen.


4. Wirksames Selbstcoaching


Sagen Sie sich Sätze wie: „Das ist nur eine heftige Panikattacke, ein Fehlalarm ohne echte Bedrohung“, „Alle Symptome sind medizinisch gesehen völlig harmlos, versetze dich nicht ständig durch deren Bewertung als gefährlich in eine akute Bedrohungssituation“, „Du hast solche Symptome wie starkes Herzklopfen, Schwitzen, Atemnot, Beklemmungsgefühle, Brustschmerzen, Zittern, Übelkeit oder attackenartigen Schwindel schon oft gehabt und hast sie immer erfolgreich bewältigt“, „Konzentriere dich darauf, was du tun und erreichen möchtest, und nicht ständig auf das, was du um jeden Preis vermeiden möchtest“, „Du kannst auch mit Angst und Furcht erfolgreich handeln und das tun, was dir wichtig ist.“


5. Bedrohungsszenarien erkennen


Machen Sie sich nach Panikattacken Ihre typischen Bedrohungsszenarien bewusst. Fünf zentrale Grundbedürfnisse und deren mögliche Bedrohung stehen oft hinter Panikattacken:

·      Gesundheit:  Zumindest die ersten Panikattacken gehen oft mit der Angst einher, zu sterben oder verrückt zu werden. Viele Betroffene suchen daher anfangs medizinische Einrichtungen auf. Wie groß ist Ihre Angst um Ihre körperliche und/oder geistige Gesundheit? Leiden Sie schon länger unter Krankheitsängsten? Sind in Ihrem Umfeld bestimmte Menschen schwer erkrankt oder gar gestorben?

·       Materielle Situation: Wie groß ist Ihre Angst und Sorge um ausreichende finanzielle und/oder berufliche Absicherung? Haben Sie sich finanziell übernommen? Sind Sie von Arbeitslosigkeit oder Konkurs bedroht?

·      Bindung und Geborgenheit:  Wie groß ist Ihre Angst vor Trennung und Verlust von wichtigen Bezugspersonen? Wie groß ist Ihre Angst vor sozialem Ausgeschlossensein und Geborgenheitsverlust? Fühlen Sie sich einsam und verlassen? 

·      Selbstwert: Wie groß ist Ihre Angst um Ihr Sozialprestige und Ihre Sorge, was andere von Ihnen denken könnten? Haben Sie ein geringes Selbstwertgefühl bzw. zu wenig Selbstvertrauen? Leiden Sie unter der Angst nicht gut genug zu sein, von anderen kritisiert bzw. abgelehnt zu werden oder andere zu enttäuschen?

·      Kontrolle im Allgemeinen:  Panikattacken sind Kontrollverlusterfahrungen über den eigenen Körper, die oft mit Kontrollverlustängsten bezüglich der realen Umwelt einhergehen. Fürchten oder vermeiden Sie deswegen angstmachende Situationen im Sinne einer Agoraphobie (Platzangst)? Oder haben Sie schon vor den Panikattacken die Kontrolle über bestimmte Situationen verloren?  Sind Sie ein Kontrollfreak? Können Sie mit Gefühlen von Kontrollverlust nicht gut umgehen, entweder über sich selbst oder die soziale Umwelt? Können Sie mit einem Restrisiko nicht gut leben? Haben Sie trotz Erfolgserlebnissen ständige Erwartungsängste, dass irgendwann einmal etwas Schlimmes passieren könnte, sodass Sie immer weit vorausdenken und sich Sorgen über alles Mögliche machen müssen?


6. Richtige Gefühlswahrnehmung


Panikattacken werden oft durch starke Emotionen ausgelöst. Große Angst zeigt, was im Leben wirklich wichtig ist. Lernen Sie, Ihre momentanen Gefühle besser wahrzunehmen und auszudrücken. Es ist nicht alles Angst, Furcht und Panik. Haben Sie nicht nur Angst vor der Angst, sondern auch Angst vor anderen Gefühlen? Wie viel Wut und Ärger einerseits und Ohnmacht und Hilflosigkeit andererseits haben Sie in der letzten Zeit erlebt? Was macht Sie traurig und enttäuscht? Wie gut können Sie sich trotz Mitgefühl von anderen abgrenzen? Ihre „Angst“-Symptome können Ausdruck von anderen Gefühlen sein. Starke Gefühle wie Freude, Wut, Ärger, Traurigkeit oder sexuelle Erregung werden von ähnlich starken körperlichen Symptomen wie Angst oder Furcht begleitet, sie werden jedoch je nach Situation unterschiedlich (angenehm oder unangenehm) interpretiert. 



Zehn Kernbotschaften bei Panikattacken


1. Betrachten Sie eine Panikattacke als Fehlalarm mit heftigem Adrenalinstoß.


2. Machen Sie sich Ihre Gesundheit bewusst.


3. Bleiben Sie in der Gegenwart, ohne in die Zukunft vorauszueilen.


4. Bleiben Sie in der Gegenwart, ohne in die Vergangenheit abzudriften.


5. Betrachten Sie eine Panikattacke als Nach-Stress-Reaktion.


6. Betrachten Sie eine Panikattacke als Ausdruck einer starken Emotion, wie etwa ohnmächtige Wut.


7. Betrachten eine Panikattacke als Folge Ihrer Gedanken an Krankheit, Tod und Verlust.


8. Betrachten Sie eine Panikattacke als Ausdruck der Sorge um Ihren ungesunden Lebensstil.


9. Betrachten Sie eine Panikattacke als Ausdruck der Bedrohung Ihrer Wünsche, Werte und Überzeugungen.


10. Bewältigen Sie eine Panikattacke wie eine Meereswelle, die sie kommen und gehen lassen, ohne dagegen anzukämpfen.

 


Der "Notfallkoffer" aus der früheren, nicht mehr erhältlichen Panik-App


Ich empfehle Ihnen, die zehn zentralen Selbstanweisungen mit Ihrem 
Handy, d.h. mit Ihrer eigenen Stimme, aufzunehmen und in Zusammenhang mit einer Panikattacke anzuhören.

1. Nur ein heftiger Adrenalinstoß


Ich sage mir immer wieder folgende Sätze:
"Panikattacken sind unangenehm, aber nicht gefährlich. Es handelt sich dabei nur um einen heftigen Adrenalinstoß. Ich kann dabei weder sterben noch verrückt werden."

2. Kräftige Bewegung


Ich bewege mich bei einer Panikattacke so kräftig wie möglich, um den Adrenalinstoß abzubauen. 

Ich flüchte nicht aus der Situation, sondern bewege mich im Raum statt zu erstarren.
Eine Panikattacke tritt häufig in Ruhe auf, sodass ich einfach nur überaktiviert bin. 

Ähnliche Symptome wie bei einer Panikattacke habe ich bei starker körperlicher Aktivität, wie etwa beim Sport oder bei der Arbeit, schon oft gehabt, ohne dass ich diese als gefährlich betrachtet habe. 

3. Aufmerksamkeitslenkung auf die Umgebung


Ich lenke meine Aufmerksamkeit jetzt auf die Umgebung und nicht auf meinen Körper.
Ich konzentriere mich mit allen Sinnen ganz intensiv auf andere Menschen, auf Tiere, die Natur oder bestimmte Gegenstände, statt ständig meinen Körper ängstlich zu beobachten.

4. Im Augenblick verweilen


Ich bleibe mit meiner ganzen Aufmerksamkeit und mit all meinen Sinnen ganz im Hier und Jetzt, im gegenwärtigen Augenblick, ohne mental in die Zukunft vorauszueilen, was Schlimmes passieren könnte, oder in die Vergangenheit zurück zu schweifen, wie heftig die stärkste Panikattacke damals war. 

Die Vergangenheit ist schon vorbei; ich kann sie nicht mehr ändern.
Die Zukunft ist noch nicht da; ich kann sie jetzt noch nicht beeinflussen.
Die Gegenwart ist die einige Zeit, in der ich mein Leben nach meinen Wünschen und Bedürfnissen gestalten kann.

5. Panikattacke als Trauma


Meine heftigste Panikattacke habe ich wie ein Trauma erlebt, als lebensbedrohliche Erfahrung - so wie jemand, der einen Unfall oder einen Überfall erlebt hat. 

Diese Attacke bleibt in meinem Gedächtnis weiterhin so gespeichert, wie ich sie erlebt habe, auch wenn ich danach erfahren habe und aufgrund medizinischer Aufklärung auch bereits weiß, dass ich daran nicht sterben kann. 

Ich muss lernen wie einer, der etwas Schlimmes erlebt hat, dass das Leben weitergeht.
Ich muss die Chancen nutzen und durch viele positive Erfahrungen wieder das Vertrauen in meinen Körper zurückgewinnen. 

6. Ausatmung bei Bewegung


Ich atme bei leicht geschlossenen Lippen langsam aus, und zwar 15 Sekunden lang pro Ausatmung. Ausatmen wirkt für meinen Körper entspannend. 

Im Rhythmus der Ausatmung strecke ich im Stehen gleichzeitig beide Arme nach vor oder ich bewege mich beim Ausatmen langsam Schritt für Schritt, wie etwa bei Qi Gong. 

Ich kann aber auch meine Hände gegen einen Widerstand drücken, während ich auf einem Ton wie "puh" ausatme, um meinen inneren Druck loszuwerden. 

Im Sitzen kann ich während der Ausatmung meinen Rücken gegen die Lehne drücken und dabei auf einem langgezogenen Ton wie "oooouuuummmm" ausatmen.

7. Angst und Panik akzeptieren


Ich lasse meine Angst, Furcht und Panik ganz einfach zu, ohne sie zu unterdrücken.
Ich verzichte auf den kräfteraubenden Kampf gegen eine Panikattacke, denn jedes Dagegen-Ankämpfen erhöht nur meine Anspannung. 

Ich lasse die Attacke kommen und von allein wieder gehen. Ich kämpfe gegen die Erwartungsangst vor einer Panikattacke nicht an. 

Meine Angst vor der Angst darf durchaus sein, es kommt nur darauf an, dass ich trotzdem all das tue, was mir aufgrund meiner Werte und Ziele im Leben wichtig ist. 

Ich mache mir bewusst: Hinter jeder Angst steht ein Wunsch, nämlich dass das Gefürchtete nicht eintritt. 

Meine Wünsche sind ganz normal: ein langes Leben, die Erhaltung meiner Gesundheit, die bestmögliche berufliche Leistungsfähigkeit, die Verwirklich meiner Lebensträume, die Geborgenheit in meiner Partnerschaft und Familie, das Glück und Wohlbefinden meiner Angehörigen. 

Meine Ängste werden nicht krankhaft, wenn ich sie nicht ausufern und mein Leben dominieren lasse.

8. Gedanken und Vorstellungen auf Distanz halten


Ich mache mir bewusst: Meine Gedanken sind nur Gedanken, meine Vorstellungen sind nur Vorstellungen. Sie sind nicht die Realität. 

Nur weil ich etwas fürchte, wie etwa den Tod oder eine schwere Krankheit, ist noch lange nichts passiert. 

Aber es wäre schlimm, wenn das Gefürchtete eintreten würde, doch das ist jetzt nicht der Fall. 

Ich lasse mich gerade von meinem Körper täuschen: Einfach weil heftige Symptome auftreten, schließe ich daraus fälschlicherweise auf eine Gefahr für mein Leben.

9. Gefühle zulassen


Meine Körpersymptome spiegeln meine momentanen Gefühle wider. 

Meine Panikattacke ist Ausdruck einer starken Furcht, die einen Kampf-Flucht-Mechanismus oder eine plötzliche Erstarrung auslöst, wie bei echter Gefahr, obwohl gar keine Bedrohung besteht. 

Bei einer Panikattacke beschäftige ich mich nur mit meinem Körper, sodass ich von den Problemen mit meiner Umwelt abgelenkt bin. 

Ich sollte mir überlegen, durch welche Gefühle meine Panikattacken oft tatsächlich ausgelöst werden. 

Das kann heftige Wut bei gleichzeitiger Ohnmacht sein, bezogen auf mich selbst oder auf Personen meiner Umwelt. 

Das kann aber auch große Traurigkeit sein, die ich nicht zulassen möchte, weil ich mich dann schwach fühlen würde.

10. Nur für die Mutigsten


Ich beobachte meinen Körper und alle auftretenden Empfindungen aus einer gewissen Distanz wie ein Wissenschaftler, der den Ablauf einer Panikattacke untersuchen möchte. 

Ich spüre das Rasen meines Herzens, die Beklemmung in meiner Brust, die aufsteigenden Hitzegefühle, den Schwindel mit der Angst umzufallen, die Kälte meiner Hände und Füße, das Kribbeln in meinen Beinen, das Zittern meines Körpers, die Trockenheit meines Mundes, die heftige Übelkeit, das Gefühl, neben mir zu stehen, die Angst auszuflippen. 

Ich habe Todesangst, auch wenn ich weiß: Das ist jetzt nur meine nächste Panikattacke.
Dieser Angstanfall ist wieder einmal sehr unangenehm, aber ich werde auch diesen überleben, so wie alle anderen bisher. 



Lesen Sie mein Buch "Endlich leben ohne Panik"


Dieses Buch beschreibt die vielfältigen Erscheinungsformen und Ursachen von Panikattacken.

Das Buch bietet neben Selbstbeurteilungsfragebögen ein wirksames Selbsthilfeprogramm in Form von 80 Strategien, die nach 8 Grundthemen gegliedert sind.

Pro Grundthema werden jeweils 10 Schritte dargestellt, die jeweils wiederum mehrere Übungen umfassen.

Dieses Buch ist aufgrund der erhöhten Nachfrage bereits in der 3., unveränderten Auflage erschienen.



Lesen Sie auch mein Buch "Wenn Angst das Leben bestimmt. Erfolgreiche Selbsthilfe bei Angststörungen"


Dieses Buch bietet einen Überblick und zahlreiche Selbsthilfestrategien zu allen fünf Angststörungen nach dem internationalen Diagnoseschema (ICD-10): Panikstörung, Generalisierte Angststörung, Agoraphobie, Soziale Phobie und Spezifische Phobien.



Meine Bücher (Reihung nach der 1. Auflage)


Morschitzky, H. (2009). Angststörungen. Diagnostik, Konzepte, Therapie, Selbsthilfe. 4. Auflage. Wien: Springer. 731 Seiten. Dieses Buch informiert über Diagnostik, Konzepte, Therapie und Selbsthilfe bei zehn verschiedenen Angststörungen. Es wendet sich primär an Fachleute, ist aber auch für interessierte Nicht-Fachleute und Betroffene großteils verständlich und hilfreich. Keine (längst nötige) Überarbeitung geplant.


Morschitzky, H. (1999). Wenn Jugendliche ängstlich sind. Ratgeber für Eltern, Lehrer und Erzieher. Wien: ÖBV & HPT. 126 Seiten. Vergriffen, keine Neuauflage. Die nicht veröffentlichte Variante für Jugendliche ist HIER zu finden.


Morschitzky, H. (2007). Somatoforme Störungen. Diagnostik, Konzepte und Therapie bei Körpersymptomen ohne Organbefund. 2. Auflage. Wien: Springer. 401 Seiten. Dieses Buch informiert über historische Aspekte, Diagnostik, Differenzialdiagnostik, Konzepte und Behandlung somatoformer (funktioneller, nichtorganischer) Störungen in allen möglichen Organbereichen. Es wendet sich primär an Fachleute, ist aber auch für interessierte Nicht-Fachleute und Betroffene großteils verständlich und hilfreich. Keine (längst nötige) Überarbeitung geplant.


Morschitzky, H. & Sator, S. (2018). Die zehn Gesichter der Angst. Ein Handbuch zur Selbsthilfe. 8. Auflage. dtv-Taschenbuch. Lizenzausgabe des Patmos-Buches. 237 Seiten. Dieses Buch beschreibt die verschiedenen Erscheinungsformen, Ursachen und Folgen von krankhaften Ängsten (10 verschiedene Angststörungen) und bietet neben Selbstbeurteilungsfragebögen einen Selbsthilfe-Ratgeber in Form von 7 Schritten zum besseren Umgang damit. Das ursprüngliche Patmos-Buch ist nach 6 Auflagen nicht mehr erhältlich. Das dtv-Buch ist ebenfalls nur mehr antiquarisch erhältlich.


Morschitzky, H. & Sator, S. (2023). Wenn die Seele durch den Körper spricht. Psychosomatische Störungen verstehen und heilen. 14. Auflage. Ostfildern: Patmos Verlag. 234 Seiten. Dieses Buch beschreibt zahlreiche funktionelle ("somatoforme", nichtorganische) und organische Störungen verschiedener Organe bzw. Organsysteme in Zusammenhang mit psychischen und sozialen Ursachen, Auslösern und Verstärkern, d.h. es veranschaulicht psychosomatische (bio-psycho-soziale) Zusammenhänge, und informiert über mögliche Behandlungsansätze.


Morschitzky, H. (2013). Die Angst zu versagen und wie man sie besiegt. 6. Auflage. Ostfildern: Patmos Verlag. 225 Seiten. Dieses Buch beschreibt die verschiedenen Erscheinungsformen, Ursachen und Folgen von Versagensängsten und bietet einen Selbsthilfe-Ratgeber in Form von 20 Schritten zum besseren Umgang damit. Das Buch ist vergriffen und wird nicht mehr neu aufgelegt.


Morschitzky, H. (2007). Psychotherapie Ratgeber. Ein Wegweiser zur seelischen Gesundheit. Wien: Springer. 251 Seiten. Dieses Buch informiert über alle möglichen Aspekte von Psychotherapie und bietet einen Überblick über alle in Österreich und Deutschland anerkannten Psychotherapiemethoden.


Morschitzky, H. & Hartl, T. (2023). Die Angst vor Krankheit verstehen und überwinden. 6. Auflage. Ostfildern: Patmos Verlag. 202 Seiten. Dieses Buch beschreibt die verschiedenen Erscheinungsformen, Ursachen und Folgen von Krankheitsängsten und bietet neben Selbstbeurteilungsfragebögen einen Selbsthilfe-Ratgeber in Form von 7 Schritten zum besseren Umgang damit.


Morschitzky, H. & Hartl, T. (2019). Raus aus dem Schneckenhaus. Soziale Angst bewältigen. 4. Auflage, Ostfildern: Patmos Verlag. 188 Seiten. Dieses Buch beschreibt die verschiedenen Erscheinungsformen, Ursachen und Folgen von sozialen Ängsten und bietet ein Selbsthilfeprogramm in Form von 10 Schritten zum besseren Umgang damit. Das Buch ist vergriffen und wird nicht mehr neu aufgelegt, ist aber als eBook weiterhin erhältlich.


Morschitzky, H. (2021). Endlich leben ohne Panik. Die besten Hilfen bei Panikattacken. 3. Auflage. Munderfing, Österreich: Fischer & Gann Verlag. 277 Seiten. Dieses Buch beschreibt die vielfältigen Erscheinungsformen und Ursachen von Panikattacken und bietet neben Selbstbeurteilungsfragebögen ein wirksames Selbsthilfeprogramm in Form von 80 Strategien, die nach 8 Grundthemen gegliedert sind. Pro Grundthema werden jeweils 10 Schritte dargestellt, die jeweils wiederum mehrere Übungen umfassen.


Morschitzky, H. (2016). Prüfungen meistern - Ängste überwinden. Ein Erfolgsprogramm in zehn Schritten. Munderfing, Österreich: Fischer & Gann Verlag. 175 Seiten. Dieses Buch beschreibt die verschiedenen Erscheinungsformen von Prüfungsangst und bietet in Form von 10 Schritten zahlreiche Hilfestellungen zur erfolgreichen Bewältigung. Das Buch ist vergriffen und wird nicht mehr neu aufgelegt.


Morschitzky, H. (2017). Wenn Platzangst das Leben einengt. Agoraphobie bewältigen. Ein Selbsthilfeprogramm. Ostfildern: Patmos Verlag. 213 Seiten. Dieses Buch beschreibt die vielfältige Symptomatik der Agoraphobie und deren Ursachen und bietet ein umfassendes Selbsthilfeprogramm in 7 Schritten zur Überwindung der Agoraphobie, und zwar in Form einer Konfrontationstherapie nach vier verschiedenen Konzepten.


Morschitzky, H. (2023).  Angst und Sorgen die Macht nehmen. Selbsthilfe bei Generalisierter Angststörung. 2. Auflage. Ostfildern: Patmos Verlag. 202 Seiten. Dieses Buch beschreibt die verschiedenen Formen und Ursachen der "Sorgenkrankheit" und bietet in Form von 9 Schritten ein umfangreiches Selbsthilfeprogramm zur erfolgreichen Bewältigung.


Morschitzky, H. (2019).  Wenn Furcht zur Phobie wird: Ein Selbsthilfeprogramm - Spezifische Phobien verstehen und bewältigen. Ostfildern: Patmos Verlag. 208 Seiten. Dieses Buch informiert über alle wichtigen Spezifischen Phobien und vermittelt zahlreiche Selbsthilfestrategien.


Morschitzky, H. (2019).  Wenn Angst das Leben bestimmt. Erfolgreiche Selbsthilfe bei Angststörungen. Ostfildern: Patmos Verlag. 203 Seiten. Dieses Buch bietet einen Überblick über die Angststörungen nach dem internationalen Diagnoseschema ICD-10 (Generalisierte Angststörung, Panikstörung, Agoraphobie, Soziale Angststörung, Spezifische Phobien) und stellt die besten Selbsthilfestrategien dar. Ich betrachte dieses Buch als meinen wichtigsten Ratgeber, sodass ich es allen Betroffenen und deren Angehörigen als Erstlektüre empfehle.


Morschitzky, H. (2021). Die Angst vor dem Tod. Existenzielle Ängste wahrnehmen und als Chance nutzenOstfildern: Patmos Verlag. 192 Seiten. Das Buch beschreibt drei existenzielle Ängste: die Furcht vor dem Sterben, die Angst vor dem Tod und die Angst vor dem möglichen Danach. Es werden Hilfestellungen im Umgang damit geboten. Diese Ängste, die jeden Menschen mehr oder weniger stark erfassen, stellen den Hintergrund vieler psychischer Störungen dar und sind auch häufige Begleitreaktionen bei lebensbedrohlichen körperlichen Krankheiten.


Morschitzky, H. (2023). Herzangst bewältigen. Ein Selbsthilfeprogramm bei Herzphobie und Herz-Kreislauf-ErkrankungenIndependently published (Amazon). 263 Seiten. Dieses Buch beschreibt die Herzangst bei Menschen mit Herzphobie sowie vor allem auch bei Menschen mit kardiovaskulären Erkrankungen und soll einen hilfreichen Umgang damit ermöglichen. Das Buch ist auch gebunden sowie als eBook erhältlich. Bei Amazon-Prime-Mitgliedschaft kann das eBook gratis ausgeliehen werden.